Beginnen wir auch diesmal mit der im Fall von Michael J. Sheehy unabdingbaren Beschwerde, dass hier schon wieder ein Meisterwerk vorliegt, das - wie seine früheren Veröffentlichungen - einen nicht auch nur annähernd verdienten Widerhall finden wird. Und das bei immerhin mehr als zehn Alben, die der Mann solo bzw. mit seinen Bands aufgenommen hat.

Dass der erratische Genius aus Nord-London dennoch stets weitermacht, zeugt von seinem unverbrüchlichen Glauben an das Erlösungspotential der Musik. Gerade aus diesem Grund dürften seine Platten just das besitzen, was anderen Bands zumeist fehlt, eine Authentizität, die Ausweis der Ernsthaftigkeit ist, mit der Schwermut in erhebende Kunst transzendiert wird.

"Two Tonne Testimony" ist nun wieder eine so waschechte wie zeitlose Rockplatte aus elektrifiziertem Blues und dröhnendem Garage: zehn Songs, so metallschwer, dass das künstlerische Gesamtgewicht der Platte tatsächlich bei ungefähr zwei Tonnen liegen dürfte.