Anno 2011, dem Todesjahr des 1937 geborenen Elektronik-Pioniers Conrad Schnitzler, erschien die erste Folge der "Con-Struct"-Serie, in der es darum ging, Musiker der Nachfolgegeneration aufzufordern, Material aus dem umfangreichen Nachlass im eigenen Soundgewand zu präsentieren: keine Remixe, sondern neue Ko-Kompositionen und Aktualisierungen der schillernden Klangästhetik Schnitzlers (Tangerine Dream, Kluster). Borngräber & Strüver machten sich, mit gutem Ergebnis, als Erste an die Arbeit, dann folgte Andreas Reihse von Kreidler. Mit einer fulminanten Folge dank Pyrolator a.k.a. Kurt Dahlke wechselte die Reihe zum verdienstvollen Label Bureau B, wo nun Stefan Betke alias Pole ein Highlight vorgelegt hat.

Kein Wunder, denn den singulären Sound, der Poles eigene Produktionen auszeichnet, prägt auch seine Exploration der Klänge Schnitzlers, die hier dubben und grooven. Ein Dialog über Raum und Zeit hinweg im abstrakten Soundgewand von heute.