Dass Freiheit und Bewusstsein zusammengehen, hatte bereits der jüngst verstorbene Autor Robert M. Pirsig mitbedacht. Was bei diesem die Qualität der Erfahrung ausmacht, übernimmt bei Thurston Moore eine weibliche Hauptrolle: das Konzept - metaphysischer - Liebe, reinkarniert auch als griechische Göttin im das neue Album beschließenden Stück "Aphrodite". Doch zunächst beginnt "Rock n Roll Consciousness" mit einer Meditation, steigert sich dann zu einem Psychotrip, um in Noisesphären abzudriften. Erst gegen Ende des fast zwölfminütigen "Exalted" bahnt sich die Stimme des ehemaligen Sonic Youth-Gitarristen durch das Klangdickicht.

Was beim Vorgänger "The Best Day" noch ein Experiment war, hat sich mittlerweile mit Steve Shelley, James Sedwards (Nought) und Debbie Googe (My Bloody Valentine) als Thurston Moore Group zusammengefunden. Moore produzierte das Album mit Paul Epworth (Adele) und mixte es mit Randall Dunn (Sun O)))). Demgemäß liegt die Zukunft der Musik zwischen Kathedralenpop und Stoner Metal, wovon man sich bei einem von Moores besten Solowerken nachhaltig überzeugen kann.