Amelia Murray aus Auckland bevorzugt es auf ihrem Debütalbum unter dem Alias Fazerdaze reduziert: Gitarren, Bass, Drumcomputer und dezent beigestellte Keyboards und Synthesizer bilden das Fundament für die zehn betont einfach gehaltenen Songs, mit denen auf "Morningside" bereits in einer halben Stunde alles gesagt sein wird. Bis auf die etwas flottere, mit einem Motorikbeat flirtende Singleauskopplung "Lucky Girl" kommt die Geschwindigkeit meistens nicht über die Midtempozone hinaus - was auch gut zu Murrays Bekenntnis passt, es lieber langsam angehen zu lassen ("Take It Slow").

Immerhin strahlt diese zwischen clean und mit Verzerreffekten gespielten Gitarren, viel Hall auf der Stimme und Dream-Pop mit 90er-Jahre-Echos angesiedelte Kunst den Charme der Jugend aus, in der eigentlich massig Zeit zur Verfügung steht - auch wenn man es trotzdem sehr eilig hat. Die inhärente melancholische Schlagseite der Songs trifft jedenfalls auf belebende Melodien und wird von akustischen Sonnenstrahlen durchbrochen. Musik, die sich für Tagträume eignet.