Die 1978 in Stockholm geborene Singer-Songwriterin Anna Ternheim versöhnt in ihrer Musik ebenso stilvoll wie überzeugend typisch amerikanische Songwriter-Kunst mit nordeuropäischer Melancholie und Schwermut. Mit ihrem geschickten Händchen für wohlklingende Eingängigkeit und gefühlvolle Melodien konterkariert sie Themen wie Sehnsucht und Herzschmerz, Verlust und Trauer, Leidenschaft und Verzweiflung und vermag es, mit großer Anmut eine erhabene Atmosphäre zu schaffen und düsteren Stimmungen eine geradezu elegante Schönheit abzugewinnen.

Für ihr nun vorliegendes neues Album, "All The Way To Rio", suchte Ternheim die Zusammenarbeit mit Musikern, die ihre Sehnsucht teilten, einfach Musik zu machen, ohne ein klares Ziel vor Augen zu haben. Songs entstehen zu lassen und ihnen den Raum zu geben, sich möglichst ohne Vorgaben zu entwickeln.

Nachdem Ternheim mit ersten losen Songideen von einem mehrwöchigen Aufenthalt in Rio heimgekehrt war und mit ihren Mitmusikern Rohfassungen der Songs eingespielt hatte, legte sie das Projekt kurzfristig auf Eis. Nach einem Treffen mit dem Fotografen Jacob Felländer in New York begannen die beiden geistesverwandten Künstler einen regen und inspirierenden Austausch über ihre künstlerischen Projekte. "Er beendete sein Projekt - Bilder vom Himalaya - mit meiner Musik im Ohr, und ich finalisierte meine Musik mit seinen Bildern im Kopf. Jacobs Bilder waren der fehlende Puzzlestein für mein Album."

Ternheim malt einmal mehr dunkel-romantische Gefühlslandschaften - und die acht neuen Songs gleichen musikalischen Gemälden: düster-verhangen, verträumt, dramatisch, sinnlich und geheimnisvoll. Ein Stilmix aus Folk, Americana, Blues und Soft-Jazz, Moll-Harmonien, samtigen Melodiebögen und dezenten Keyboard-Schlieren als Fundament für Balladen, die in mattschwarz und dunkelblau gehalten sind ("In The Morning", "Keep Me In The Dark"), und betörende Folk-Pastiches ("Dreams Of Blue", "Battered Soul").