Nach ihrem Debüt ("Phantom Garden" hatte vor drei Jahren mit eklektizistischem Synthie-Pop überzeugt) wurden Len Sander als eine der neuen Schweizer Pophoffnungen gehandelt. Der (allzu) großen Erwartungshaltung kann das zweite Album der Band jedoch nicht gerecht werden. Zu eintönig, gleichförmig und zu oft gehört klingt die Mehrzahl der elf Songs, zu viele Lückenfüller finden sich darunter und zu beliebig plätschert der zwar gefällige, aber selten mitreißende Elektropop vor sich hin. Einzelne Ausreißer nach oben wie die mit Melodieführung und Gesang The xx zitierenden Songs "House Of Drama" und "Colonies" können da nur mehr wenig retten.

Letztlich ist "The Future Of Lovers" ein Beispiel für auf Hochglanz polierten, aber seelenlosen Elektropop für affirmative Hintergrundbeschallung. Was durchaus schade ist, weil man der eleganten Stimme von Sängerin Blanka Inauen sehr gerne zuhört.