Es war einmal ein Orchester, in dem spielten der gewaltige Flügel, die zarte Harfe, die lauten Posaunen . . . und eine kleine Triangel, die sich nur klein und dünn und nutzlos fühlt. Denn ihr einzelner Einsatz ist ihr zu wenig, sie fühlt sich unterfordert, nicht ernstgenommen, ignoriert - bis ihr eines Abends der Kragen platzt und sie mitten in einer stillen Pause förmlich explodiert. Es reicht ihr, sie hat genug, sie will endlich mehr!

Aber nachher ist es ihr peinlich, und die kleine Triangel schämt sich für ihren Gefühlsausbruch. Doch da trösten sie die anderen Instrumente und erklären ihr, dass sie zwar beeindruckt waren von ihrer Lautstärke, die sie da unvermutet offenbart hat, aber dass jeder im Orchester seinen Platz hat - und da hat die Triangel hat nur wenige, aber trotzdem wichtige Einsätze. Oder um es mit der Ersten Geige zu sagen: "Wir sind das Fundament. Du aber bist wie ein wunderschöner Stern. Dein Klang funkelt nur zu bestimmten Zeiten."

Es ist eine kluge Botschaft, die Zeichnerin Mone Seidel in ihrem Bilderbuch den kleinen Betrachtern mit auf den Weg gibt. Und es sind lustige Bilder, mit denen sie diese untermalt.

Mone Seidel: Plinpling flippt aus!
Wie die kleine Triangel im Orchester groß rauskommt
E.A. Seemanns Bilderbande; 24 Seiten; ab 4 Jahren; 15 Euro