Wien. Nach dem Festivalsommer ist vor dem Festivalherbst: Dieser startet in der Bundeshauptstadt heuer zum achten Mal mit dem Waves Vienna. Rund 100 Bands werden dabei vom 27. bis 29. September auf insgesamt zehn Bühnen gastieren. Der Fokus auf junge und unbekanntere Live-Acts bleibt bestehen - was aber nicht bedeutet, dass nicht auch arrivierte Größen mit dabei sind.

Neneh Cherry und The Go!

Letztes Jahr begeisterten unter anderem Naked Cameo, The Homesick und Wandl. Heuer kommt die wohl prominenteste Künstlerin aus Schweden: Mit Neneh Cherry wird eine Sängerin das Waves beehren, die bereits in den 1980er- und 1990er-Jahren für eine Reihe von Hits - "Buffalo Stance", "Manchild", "7 Seconds" - verantwortlich zeichnete. Zumindest seit den frühen Nullerjahren ist die britische Alternative-Combo The Go! Team im Geschäft, die ebenfalls zum Wellen-Fest anreist.

Zu den bekannteren heimischen Acts gehören Mile Me Deaf, Ex-Bunny Lake Sängerin Teresa Rotschopf, Sir Tralala oder die Damen-Rockband Dives.

Insgesamt sind Interpreten aus 19 Ländern vertreten. Wobei laut den Veranstaltern dieses Mal ein besonderer Programmschwerpunkt auf Darbietungen aus den Partnerländern Portugal und der Slowakei liegt. Bedient werden sämtliche Genres - von Elektro, Rock, Hip-Hop und Pop bis hin zu Club-Klängen.

Festivalsvibes im ehrwürdigen WUK

In den frühen Waves-Jahren hat sich das Festival entlang des Donaukanals ausgebreitet, seit 2016 ist das WUK im Alsergrund die Festivalzentrale. Vor über 160 Jahren war die beliebte Festivallocation eine Lokomotivfabrik, die mittlerweile vielen weniger bekannten Bands eine Bühne geboten hat. Das Coole: Die einzelnen Locations befinden sich heuer fast alle direkt im ehemaligen Industriebau an der Währinger Straße bzw. unmittelbar daneben in der Modeschule HLMW9. Zusätzlich wird die Tanzbar Palme im Cafe Weimar und das benachbarte Lokal Clash bespielt. Erwartet werden rund 15.000 Besucher.

Eine "Music Conference" sowie Workshops runden das Programm ab. Sie richten sich in erster Linie an Vertreter der Musikindustrie, also etwa Veranstalter, Labelbetreiber oder Journalisten. Thematisch spannt man dabei einen großen Bogen, diskutiert werden etwa die Bedeutung von Musikblogs oder auch die Schwierigkeit, Musik und Familienleben unter einen Hut zu bringen.

Der Festivalpass kostet 55 Euro. Nähere Infos gibt es auf der Homepage. 

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