Angeblich hätten Mamaleek nun den Sprung aus der Anonymität ins Rampenlicht gewagt und seien zum ersten Mal live aufgetreten. Das neue Album der Brüder aus der Bay Area San Franciscos markiert somit eine Wende. Vom Black Metal der Vorgängeralben ist wenig übrig.

Manch einer mag das extrovertierte Geschrei von "Via Dolorosa", manch anderer die orientalische Exotik von "He Never Spoke A Mumbling Word" vermissen. Die Songs sind kürzer geworden, durchwegs harmonisch und - wie bei "God Is The Irrational Number" - beizeiten verspielt. Aufgenommen wurde das Album von Jack Shirley, einem Spezialisten für exquisite Extremfälle.

Geblieben ist die gespenstische Unruhe. Bei aller Agonie sind die nihilistischen Tendenzen diesmal jedoch von fragil-melodiösen Klängen überlagert, als würden sich in den Trümmern einer zerstörten Welt doch noch Überlebende finden. Abseits des Tageslichts verstehen es Mamaleek indes immer noch, das Fürchten zu lehren. Da die Songs sich aber so nahtlos miteinander verschränken, klingt "Out Of Time" wie ein Musical in einer postapokalyptischen Zeit.