Raub und Mord, ein bisschen zwischenmenschliches Knistern, dazu noch etwas Kunstgeschichte – und fertig ist der passende Krimi zum Schiele-Gedenkjahr. Bei Natalie Mesensky ist der Roman über Kunstdiebstähle in Tulln nur das Vehikel, um das Leben des berühmten Malers Egon Schiele auf der Zwischenebene nachzuzeichnen. Dabei kommt allerdings beides etwas zu kurz: Der Krimi-Anteil ist etwas mager beziehungsweise platt, während die Kunst auch nur in oberflächlichen Ansätzen vorkommt. Zumindest als Wochenend- oder Öffi-Pendellektüre eignet sich das flott erzählte Buch aber allemal.

Natalie Mesensky: Alles ist lebend tot.
Gmeiner; 14,40 Euro