Wien. Welchen Bildungsabschluss man erreicht oder eben nicht erreicht, hängt noch immer davon ab, welche Bildung die Eltern genossen haben: Das bestätigt eine nun erfolgte vertiefende Erhebung aus der Analyse zum "Eintritt junger Menschen in den Arbeitsmarkt" (2009) der Statistik Austria.

Demnach schafft es nur ein Drittel der 15- bis 34-Jährigen, einen höheren formalen Bildungsabschluss als die Eltern zu erreichen, während 70 Prozent eine gleichwertige oder sogar niedrigere Ausbildung abschließen.

Laut der Erhebung besteht im Zehnjahresvergleich trotz allem Grund zur Hoffnung. So hat sich der Anteil an jungen Erwachsenen, denen ein Bildungsaufstieg gegenüber ihren Eltern gelang, erhöht. Vor allem die jungen Frauen haben aufgeholt und sind deutlich höher qualifiziert als ihre Mütter: Erreichten 40 Prozent der Mütter der heute 15- bis 34-Jährigen nur einen Pflichtschulabschluss, liegt dieser Prozentsatz bei jungen Frauen heute nur bei 15 Prozent. Bei den Vätern hat nur jeder Vierte höchstens einen Pflichtschulabschluss, unter den Söhnen kommt nur jeder Zehnte nicht über diesen hinaus.

Uni-Abschlüsse gibt es aber häufiger als früher. Hier haben mittlerweile die Töchter (34 Prozent) die Söhne (27 Prozent) überflügelt. Die höchste Wahrscheinlichkeit, eine Uni zu absolvieren, haben nach wie vor Kinder aus akademischen Elternhäusern.