Wien. In Österreich befindet sich jeder fünfte 15- bis 19-Jährige nicht mehr in Ausbildung, wie die am Dienstag präsentierte OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" zeigt. Die Bildungsbeteiligung sinkt dabei sukzessive in den letzten Jahren der Sekundarstufe II (AHS-Oberstufe, BMS, BHS, Lehre mit Berufsschule). Auch der Anteil der noch in Ausbildung befindlichen 20- bis 29-Jährigen liegt unter dem OECD-Schnitt.

Während die Bildungsbeteiligung der 15- bis 19-Jährigen in 25 von 31 Ländern über 80 Prozent (OECD-Schnitt: 82,1 Prozent) liegt, befinden sich in Österreich nur 79,4 Prozent dieser Altersgruppe in Österreich in Ausbildung: 78,8 Prozent der Buben, 80 Prozent der Mädchen.

OECD-Bildungsexperte Andreas Schleicher erklärt sich das mit dem "hohen Teil an österreichischen Jugendlichen, die bereits früh ins Arbeitsleben einsteigen". Eine höhere Bildungsbeteiligung wäre erstrebenswert.

Positives hat sich die Bildungsbeteiligung der Drei- bis Vierjährigen entwickelt: Deren Anteil liegt mit 72,3 Prozent über dem OECD-Schnitt von 70,1 Prozent.