Jedes Kind in Paris kennt den Eiffelturm - und vermutlich hört auch jedes ältere Kind im übrigen Westeuropa irgendwann einmal vom lange Zeit höchsten Bauwerk Frankreichs gehört (das erst 2011 von einem Bürohaus abgelöst wurde). Und so ist es wenig verwunderlich, wenn sich auch Schriftsteller und Zeichner des Stahlturmes annehmen. Zum Beispiel die Autorin Alice Brière-Haquet und der Illustrator Csil, die auf ihre ganz spezielle Weise die Entstehung des 324 Meter hohen Wahrzeichens von Paris erzählen. Schuld war nämlich Madame Eiffel - oder besser gesagt: deren Krankheit, die nur frische Luft heilen kann. Und so baut Monsieur Eiffel seiner Liebsten den hohen Turm. Das Ganze in Reimen, die zumindest in der deutschen Übersetzung etwas eigenwillig wirken, weil auf den Lesefluss geachtet wurde, sprich: Wer möchte, kann beim Vorlesen die Atempausen entsprechend setzen - wem das zu blöd ist, der liest einfach flüssig drüber. Beides ist legitim.

Alice Brière-Haquet & Csil: Madame Eiffel
Verlag Kleine Gestalten; 32 Seiten; ab 6 Jahren; 15,40 Euro