Auch Menschen ohne Arbeitserlaubnis oder Aufenthaltsgenehmigung in Österreich engagieren sich ehrenamtlich. Mit einem Preis des Ute-Bock-Projekts will man sie nun würdigen. - © Flüchtlingsprojekt Ute Bock
Auch Menschen ohne Arbeitserlaubnis oder Aufenthaltsgenehmigung in Österreich engagieren sich ehrenamtlich. Mit einem Preis des Ute-Bock-Projekts will man sie nun würdigen. - © Flüchtlingsprojekt Ute Bock

Es ist ein Preis, den ausschließlich Menschen gewinnen können, die sich im laufenden Asylverfahren befinden. Wenn jemand mit sozialem Engagement und ehrenamtlicher Tätigkeit besonders aufgefallen ist, soll er oder sie künftig auch dafür gewürdigt werden. Ins Leben gerufen wurde der Preis Bock For You vom Flüchtlingsprojekt Ute Bock.

Nominieren dürfen österreichweit alle Organisationen, die mit Asylwerbern arbeiten bzw. diese ehrenamtlich beschäftigen. Am 21. Jänner soll der Preis heuer zum ersten Mal überreicht werden.

"Mit Bock for You wollen wir jene Menschen ins Zentrum stellen, die helfen, obwohl sie selbst auf Hilfe angewiesen sind", erklärt Anna Steiger, Vorstandsmitglied der Organisation Ute Bock, die Idee zur Auszeichnung. Eine unabhängige Jury (aus Tanja Wehsely, dem Geschäftsführer der Wiener Tafel und dem Mitgründer des Vereins Springboard) soll schließlich einen Sieger oder eine Siegerin wählen, die Preisverleihung sei jährlich rund um den Todestag von Frau Bock in Erinnerung an die legendäre Flüchtlingshelferin geplant. Vorgesehen seien drei Plätze dotiert im Wert von 500, 300 und 200 Euro.

Dürfen kein Geld annehmen

Eine große Herausforderung für die Initiatoren der Bock-For-You-Idee war die Suche nach einem geeigneten Preis. Da es Asylwerbern nicht gestattet sei, Geldpreise anzunehmen, denn diese würde ihnen von der Grundversorgung abgezogen, fiel die Wahl auf Wertgutscheine.

Bisher seien erst fünf Nominierungen eingelangt, man rechne noch mit bis zu weiteren 20 nominierten Personen, sagte Ariane Baron vom Flüchtlingsprojekt Ute Bock auf Anfrage der "Wiener Zeitung" am Dienstag. "Heuer ist noch das Anlaufjahr, im nächsten Jahr rechnen wir mit weit mehr Nominierungen", so Baron.