Wien. Die Flüchtlinge, die sich seit vergangenen Dienstag in der Akademie der Bildenden Künste befinden, werden diese verlassen. Ob noch am Montag oder am Dienstag ist noch nicht klar, erklärte Mir Jahangir, einer der Männer. Sie werden vermutlich in Privatunterkünfte ziehen. Die Gruppe wird dadurch aufgeteilt, räumte er ein, der Protest soll aber fortgesetzt werden.

Die Akademie bot ihnen die Aula als Treffpunkt für Aktionen an: "Wir wollen weiterhin versuchen zu mobilisieren und nicht aufzugeben." Dies sei nicht das Ende der Bewegung, betonte Jahangir. Die 24 Männer, die in der Vorwoche aus dem Servitenkloster ausziehen mussten, bekräftigten immer wieder ihre Forderung danach, gemeinsam auch in Zukunft untergebracht zu werden.

Aula als Treffpunkt

In der Kunstuniversität können sie aber nicht bleiben, das wiederum hatte Rektorin Eva Blimlinger wiederholt betont. Sie offerierte ihnen aber, die Aula zu bestimmten Zeiten nutzen zu dürfen. Dieses Angebot wollen sie auch annehmen, betonte Jahangir. Er vermisst aber grundsätzlich die Unterstützung der Akademie und Studenten.

Wann die Männer nun tatsächlich die Matratzen und Habseligkeiten aus den Akademieräumlichkeiten entfernen, ist noch nicht klar. Am Montagnachmittag fand sich noch eine kleine Gruppe zu einer Filmvorführung in der Aula ein.