Genf/Washington. Unter den Tausenden Migranten aus Mittelamerika auf dem Weg zur US-Grenze sind viele, die nach Überzeugung des UN-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR asylberechtigt sind. "Menschen, die vor Verfolgung und Gewalt fliehen, müssen die Chance haben, Asyl zu beantragen", sagte UNHCR-Sprecher Adrian Edwards am Dienstag in Genf.

Die Gesamtzahl sei unklar, weil der Marsch sich inzwischen in verschiedene Ströme geteilt habe. Nach Schätzungen seien es bis zu 7.000 Menschen. Das UNHCR konzentriere sich zurzeit auf den Süden Mexikos und habe bisher keine besonderen Vorkehrungen für die Region nahe der US-Grenze getroffen. Einige Menschen seien inzwischen zurückgekehrt, andere hätten in Mexiko Asyl beantragt.

Das UNHCR hatte keine Hinweise darauf, dass unter den Menschen - wie von US-Präsident Donald Trump behauptet - auch Leute aus dem Nahen Osten sind. Bisher seien auf der Route nach bisherigen Erkenntnissen überwiegend Menschen aus Honduras und Guatemala unterwegs.