Nach seinem Thrillerdebüt "Suicidas" bat Raphael Montes’ Mutter ihn, nicht wieder was grausames, sondern eine Liebesgeschichte zu schreiben. Das Ergebnis: In "Sag kein Wort" entführt ein verliebter psychopathischer Medizinstudent kurzerhand ein Partygirl, um eine Beziehung zu erzwingen. Denn nur so sieht er eine Chance, ihr seine Liebe zu beweisen. Daraus entwickelt sich ein reichlich absurdes Kammerspiel, das in eine immer ausweglosere Situation führt. Während das Drama seinen Lauf nimmt, kommt man als Leser nicht umhin, mit dem kranken Hirn mitzufiebern, wie es da wohl wider alles bessere Wissen doch noch eine Lösung finden könnte . . .

Raphael Montes: Sag kein Wort.
Limes; 20,60 Euro