Aaron Maine, der sich hauptverantwortlich hinter dem Projekt Porches verbirgt, trägt den so ziemlich scheußlichsten Schnauzer seit dem jungen Peter Pacult. Und er macht den ungefähr schönsten Elektro-Pop, der derzeit zu hören ist. "Pool", sein zweites Full-Length-Album, hat er mit seiner Lebenspartnerin Greta Kline (alias Frankie Cosmos) in seinem Apartment in New York aufgenommen. Eine edle Melancholie charakterisiert den Synthesizer-getriebenen, ganz selten durch eine Gitarre interpunktierten, stilistisch zwischen Funk, Mid- und Downtempo-Pop zu verordnenden Sound, den Maine mit seinem angedunkelten, leicht zum Wehklagen tendierenden Gesang beseelt.

Passend zum Album-Titel ist Wasser ein öfter wiederkehrendes Motiv auf "Pool". Maine sieht Leute im Swimmingpool und sich selbst unter Wasser oder - in einer eher albtraumhaften Vision - von schwarzem Wasser umgeben. Ein Gefühl des Auseinanderfließens, des Sich-Auflösens und Sich-Neu-Ordnens - das ist tatsächlich, was diese Platte vermittelt.