Nach sechs Jahren Pause veröffentlicht das kanadische Quintett Black Mountain sein mittlerweile viertes Studioalbum und beweist ein weiteres Mal, dass seine Musik mehr ist als das Produkt von Jam-Sessions einer bekifften Retrorock-Band.

Auf dem schlicht "IV" betitelten neuen Album perfektioniert der Fünfer aus Vancouver unter der Produzentenhand von Randall Dunn seinen lässigen Mix aus Hippie-Folk und Psychedelic-, Stoner-, Heavy-, Space- und Progressive-Rock noch einmal und bereichert ihn mit Synthesizer- und Ambientklängen - sowie um da etwas mehr Indierock und dort ein Quäntchen Powerpop-Feeling.

Der mitunter gar wüste Mix aus unterschiedlichen Genres und Sounds funktioniert vor allem deshalb so gut, weil stoische Rock-Grooves, flächige Keyboards, prägnante Fuzz-Gitarren und donnernde Rhythmen einander ebenso stimmig ergänzen wie die Stimmen des vokalen Front-Duos Amber Webber und Stephen McBean.

Aus der Kollektion lässiger Rock-Collagen ragen das mit schweren Gitarrenriffs und hippiemädchenhaftem Gesang beeindruckende "Mothers Of The Sun", der psychedelisch vor sich hin mäandernde Neun-Minuten-Song "Space To Bakersfield" und das Breitwand-Epos "Line Them All Up" besonders heraus.