Auch auf dem zweiten Album der Vacant Lots dominiert das Bekenntnis zu einem bedingungslos minimalistischen Sound. Dröhnende Synthesizer, monotone Beats und Zweiakkordmelodien mit repetitiven Gesangsmantras üben ihren simplen Reiz aus. Form steht vor Inhalt, Konzept kommt vor Leidenschaft. Jared Artaud und Brian MacFadyen huldigen dabei ihren Vorbildern Suicide, Velvet Underground und Spiritualized.

Die Psychedelic-Elektroniker versetzen ihren wenig variationsreichen, aber charmanten Entwurf mit blechern klingendem Garagenrock-Appeal, was dem Sound mehr Vitalität verleiht. Wie man mit analogen Synthesizern, diversen Effektgeräten und Elektronikbaukästen einen suggestiven Lo-Fi-Groove erzeugt, beweist das Duo mit "Night Nurse", während bei dem von Alan Vega gesungenen "Suicide Note" postum ein großes Vorbild auftaucht.