Im Weltidiom Pop geht alles überall. So hat der Blues mittlerweile dank Daniel Norgren eine neue Heimat in Schweden gefunden - und dank des Stuttgarter Duos BRTHR auch in Deutschland. Auf ihrem zweiten Album, "A Different Kind Of Light", setzen sie die langsame, schlurfende Gangart des Debüts, "Strange Nights" (2017), ganz im Stile des stilbildend maulfaulen Zeitlupen-Sängers und Gitarristen J. J. Cale nahtlos fort.

Der Titel ist demnach Humbug. Es ist das gleiche, angenehm spätsommerliche Licht, das auf die zehn Songs des neuen Albums von Philipp Eissler und Joscha Brettschneider fällt - und eine rundum entspannte Atmosphäre schafft. Egal, welchen man davon anspielt: jedes Mal stellt sich alsbald eine Verlangsamung jeglicher Bewegungsimpulse ein - bis man, längst in bequemer Schräglage aufgehoben, nur noch mit den Zehenspitzen wippt.