Ein Feiertag für alle ÖsterreicherInnen
Ein Feiertag für alle ÖsterreicherInnen

Heute ziemlich undenkbar. Doch bis zum 1.1.1976 benötigten Ehefrauen nicht nur das Einverständnis ihres Ehegatten, um arbeiten zu gehen. Der gemeinsame Wohnsitz wurde ausschließlich vom Mann bestimmt und Kindererziehung wie Hausarbeit stellten keinen gleichwertigen Beitrag zum Familienunterhalt dar.

All das änderte sich erst mit dem Gesetz über die persönlichen Rechtswirkungen der Ehe, dem Herzstück der Familienrechtsreform, das genau heute vor 42 Jahren in Kraft trat. Zu verdanken ist dieser Meilenstein im Sinne der Gleichberechtigung auch den beiden Vorkämpferinnen Adelheid Popp und Gabriele Proft, die bereits 1925 einen Initiativantrag auf Reform des Familienrechtes stellten und dabei kläglich scheiterten. Letzterer blieb es übrigens um nur fünf Jahre verwehrt, diese Gesetzesnovelle noch mitzuerleben. Gabriel Proft starb am 6. April 1971 mit 92 Jahren in Bad Ischl.