Als im Jahr 1953 erstmals die Vierschanzentournee in Obersdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen stattfand, waren die Umstände noch ausgesprochen schwierig. Man brauchte ein Visum um die deutsch-österreichische Grenze zu passieren, die im Krieg zerstörte Bergisel-Schanze musste erst wieder aufgebaut werden und Schneekanonen waren bestenfalls Science Fiction. Dennoch zog das erste Springen mehr als 20.000 Besucher an. Tourneesieger wurde der legendäre Österreicher "Bubi" Bradl, der sich vor allem gegen die starke norwegische Konkurrenz durchsetzen konnte. Er war der erste Mensch, der Jahre zuvor die 100-Marke übersprang. Im Folgejahr passierte übrigens etwas Kurioses. Das Springen musste 1954 wegen Schneemangels abgesagt werden, was sich allerdings nicht zur österreichischen Mannschaft durchgesprochen hatte. Sie reiste nach Obersdorf und siehe da, mit der Ankunft der Schispringer begann es zu schneien und die Tournee war gerettet!