Der Winter 1953/1954 ließ in Vorarlberg anfangs nichts von großen Schneemassen erahnen. Noch im Dezember war es frühlingshaft warm gewesen. Doch am 8. Jänner 1954 fielen plötzlich binnen 24 Stunden bis zu zwei Meter Schnee. Die Lawinengefahr spitzte sich in kürzester Zeit drastisch zu. Am Morgen des 10. Jänner setzten erste Lawinenabgänge ein. In nur drei Tagen gingen über 400 Lawinen ab, verschütteten 280 Menschen und zerstörten 600 Wohn- und Wirtschaftsgebäude. 125 Menschen fanden dabei den Tod. Die meisten davon in der kleinen Gemeinde Blons. Die internationale Rettungsaktion die daraufhin einsetzte, war vor allem für die damalige Zeit beachtlich. Retter aus Deutschland, der Schweiz und den Vereinigten Staaten kamen den österreichischen Rettern zu Hilfe. Die US-Luftwaffe flog 99 Hubschrauberflüge nach Blons, um Hilfspersonal zu transportieren, verletzte Patienten zu evakuieren sowie 11 Tonnen Hilfsgüter abzuwerfen. Die schweizerische Rettungsflugwacht schickte 14 Retter, sechs Hundeteams und zwei Hubschrauber, sowie eine DC-3 mit fünf Rettungsfallschirmjägern und zwei Ärzten.