Das Wunder-Wintermittel - © Klaus Titzer/picturedesk.com
Das Wunder-Wintermittel - © Klaus Titzer/picturedesk.com

Ein rutschfestes Winterwundermittel für Österreichs Straßen meinte man im Jänner 1987 gefunden zu haben. Bei dem sogenannten "Öko-Tau" handelte es sich um von Harnstoff umschlossene poröse Tonkügelchen, die vor allem in Graz erstmals ihre Anwendung fanden. Schließlich war Streusalz schon damals als Baumkiller in Verruf geraten und man erhoffte sich viel von der neuen Winter-Wunderwaffe. 17 Zertifikate habe er bringen müssen, aus denen klar hervorgehe, "Öko-Tau" schone Schuhsolen ebenso wie Tierpfoten und Karosserien, meinte der damalige Generalimporteur Edwin Lippert nicht ganz ohne Stolz.

Warum sich der neuartige "Öko-Tau" am Ende doch nicht so ganz durchsetzte, lag weniger an den vergleichsweise hohen Kosten, sondern vor allem daran, dass das Zeug höllisch staubte. Ein Argument, das angesichts heutiger Feinstaubbelastungen nicht von der Hand zu weisen ist.