Vaporettos auf der Mariahilfer Straße - © Wilfried Gredler-Oxenbauer / picturedesk.com
Vaporettos auf der Mariahilfer Straße - © Wilfried Gredler-Oxenbauer / picturedesk.com

Ein kleiner Flussdampfer zuckelt über die Mariahilfer Straße. In einer zweiten Ebene breitet sich ein Labyrinth an Geschäftsflächen aus und eine Wasserrutsche zur Linken Wienzeile lädt zu einer kleinen Abkühlung ein.

Was heute einigermaßen fantastisch klingt, waren im Jahre 1984 verwegene, aber ernst gemeinte Pläne britischer Architekten für die Neugestaltung der Wiener Mariahilfer Straße. Man wollte die damals kräftig befahrene "Mahü" wieder zu Königin der Einkaufsstraßen machen.

Auslöser und Inspiration dieser kühnen Visionen war der Ausbau der U-Bahn. Kurt Pint, damaliger Bezirksvorsteher von Mariahilf (ÖVP) war jener Mann, der die Wiener Stadtregierung besonders zum Umbau im großen Stil drängte. Er wollte die Parkplatznot beseitigen und vor allem das Shopping-Angebot maßgeblich verbessern.

Wie man heute sieht, hat sich Wiens große Einkaufsstraße tatsächlich von Grund auf verändert – auch wenn es etwas länger gedauert hat und die kleinen Flussdampfer weiter woanders herumschwimmen.