Der Beginn eines Schauspielerlebens zwischen Tragik und Komödie - © Ali Schafler/ First Look / picturedesk.com
Der Beginn eines Schauspielerlebens zwischen Tragik und Komödie - © Ali Schafler/ First Look / picturedesk.com

Götz Kauffmann schrieb als trinkfreudiger Nachtwächter Kurt Blahovec in "Ein echter Wiener geht nicht unter" Fernsehgeschichte und spielte dabei gewissermaßen die Rolle seines Lebens. Denn in seinem 1990 erschienen autobiographischen Buch "Meine Abrechnung. Zwischen Kaisermühlen- Blues und Suff" gewährte Kaufmann einen Einblick in ein Privatleben, das von drei gescheiterten Ehen, Depressionen und Alkoholexzessen geprägt war.

Er wirkte in zahlreichen Fernsehserien und in nationalen und internationalen Filmproduktionen mit. So spielte er in der vielbeachteten Verfilmung von Geschichten aus dem Wienerwald aus dem Jahre 1979 unter der Regie von Maximilian Schell den Oskar.

Doch Kauffmann begann – was vielleicht die wenigsten wissen – nicht als Schauspieler, sondern trat ursprünglich in die Fußstapfen seines Vaters. Er ließ sich als Sohn eines Orgelbauers ebenfalls zum Orgelbauer ausbilden. Seine Schauspielausbildung absolvierte er später am Max Reinhardt Seminar in Wien. Frühe Engagements führten ihn an das Salzburger Landestheater, danach an das Raimundtheater und das Theater in der Josefstadt in Wien. Neben seiner Tätigkeit als Filmschauspieler stand er auch als Theaterschauspieler und mit eigenen Kabarettprogrammen auf der Bühne. Seinen letzten Geburtstag feierte Kauffmann, von Krankheit gezeichnet, am 15. Jänner 2010 im Kreise seiner Künstlerkollegen, seines Bruders und seiner drei Kinder.