Eine außergewöhnliche Landung - © LPD Wien
Eine außergewöhnliche Landung - © LPD Wien

Das Knattern von Hubschraubern, die in beharrlicher Regelmäßigkeit über unseren Städten kreisen, ist heute in unseren Ohren ein völlig gewohntes Alltagsgeräusch. Doch es ist noch nicht so lange her, dass der Anblick der rotorgetriebenen Senkrechtstarter eine echte Sensation war. So war es Österreich überhaupt erst mit einem Beschluss des Allierten Rates im Jahre 1955 erlaubt, fünf Hubschrauber für Rettungs- und Polizeieinsätze in Dienst zu stellen. Der erste Hubschrauber des Innenministeriums, eine Augusta Bell 47 mit dem Kennzeichen OEBXB, wurde im April 1956 von Mailand nach Langenlebarn überstellt.

Ein besonderes Highlight findet sich in den Notizen des Wiener Rathauses vom 21. Jänner 1977: Erstmals landetet auf dem Dach des Polizeipräsidiums am Schottenring ein Hubschrauber. Dabei handelte es sich um einen Übungsflug im Rahmen einer Sitzung des Katastrophenausschusses der Stadt Wien. Beteiligt waren ein Hubschrauber des Innenministeriums und zwei des Bundesheeres. Was heute einigermaßen banal klingt und für die wenigsten Passanten einen Blick nach oben wert ist, war damals als Übung für den Ernstfall gedacht.