Als beim Schirennen noch die Minuten zählten - © ÖNB / Rübelt RÜ 1-2-460
Als beim Schirennen noch die Minuten zählten - © ÖNB / Rübelt RÜ 1-2-460

Es waren weder Kameras vor Ort noch fand das Rennen weltweite Beachtung. Doch mit dem Start der Alpinen Kombination in Schwarzenberg am 26. Jänner 1947 herrschte im Ländle absolute Hochspannung. Dementsprechend euphorisch berichtete auch das "Vorarlberger Volksblatt" über das Rennen der Lokalmatadore aus Vorarlberg und der angrenzenden Schweiz: "Viele neugierige Zuschauer und über 150 schneidige Rennfahrer haben sich zu dieser Disziplin angemeldet und schon um 11:30 Uhr stehen sie am Hochälpelekopf am Start, um die rasende Fahrt ins Tal zu wagen."

Doch auch wenn es sich nicht um ein Weltcup-Spektakel im heutigen Sinne handelte, so fand sich doch auch der eine oder andere prominente Name wie die spätere Olympia-Dritte Resi Hammerer unter den Läuferinnen und Läufern. Nur bei der Zeitnehmung rechnete man noch in etwas großzügigeren Einheiten. So berichtete das "Vorarlberger Volksblatt" von ein paar Ungereimtheiten, die man recht pragmatisch zu bereinigen wusste: "Allgemeine Spannung herrscht unter den Fahrern und Zuschauern im Ziel, da es mit der Zeitnehmung nicht so recht zu stimmen schien. Minuten wurden dazu- und abgerechnet, doch keiner wusste, wer der Schnellste auf der Strecke war.