Österreichs stürmischste Besucherin - © Shutterstock
Österreichs stürmischste Besucherin - © Shutterstock

In den frühen Morgenstunden des 27. Januar 2008 erhielt Österreich ungebetenen Besuch. Das Sturmtief "Paula" hatte tags zuvor bereits in Deutschland gewütet und machte sich nun in Österreich auf zerstörerische Weise breit. Gegen Nachmittag erreichte der Sturm Orkanstärke und richtete dabei die schwersten Waldschäden seit 1945 an.

Die höchste Geschwindigkeit wurde am Schneeberg mit 230 km/h gemessen. Das entspricht der maximalen Stufe 12 auf der Beaufort-Skala. Am stärksten betroffen waren die Steiermark, Niederösterreich, Kärnten und Teile Oberstösterreichs. Etwa 100.000 Haushalte waren bis in die Nacht ohne Strom und besonders die Bahn-Verbindungen waren stark betroffen. So brachen auf der Südbahn durch herabfallende Oberleitungen immer wieder Waldbrände aus. Die Schäden beliefen sich auf geschätzte 280 Millionen Euro. Damit gilt "Paula" als eines der folgenschwersten forstwirtschaftlichen Schadereignisse der Zweiten Republik.