Das Arik-Brauer-Haus wird erstmals vorgestellt - © Hervé Champollion / akg-images / picturedesk.com
Das Arik-Brauer-Haus wird erstmals vorgestellt - © Hervé Champollion / akg-images / picturedesk.com

Am 27. Jänner 1987 wurden erstmals Pläne für den neuen Arik Brauer-Gemeindebau in der Gumpendorfer Straße 134-138 der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie entsprachen ziemlich akkurat dem Gebäude, das zwischen 1991 und 1993 tatsächlich errichtet wurde.

Arik Brauer wollte es seinem Kollegen Friedensreich Hundertwasser gleichtun und das Haus sollte als zweiter künstlerischer Farbklecks in die Geschichte des Wiener Wohnbaus eingehen. So stellte der Maler seine Idee für einen Gemeindebau im Stil des Phantastischen Realismus in Wien-Mariahilf kostenlos der Gemeinde Wien zur Verfügung.

Neben zwei großen Keramik-Malereien des Künstlers sollten Buckelmörtel und auswuchernde keramische Elemente dem Haus sein unkonventionelles Aussehen vermitteln. Damals rechnete man damit, dass man bereits im folgenden Jahr mit der Realisierung beginnen könne. Doch gebaut wurde dann doch erst vier Jahre später. Die Planung übernahm übrigens kein geringerer als Peter Pelikan, der als langjähriger Hundertwasser-Partner über weitreichende Erfahrung mit nicht immer einfachen Künstlern und ihren unkonventionellen Ideen hatte.