Die letzte Ausgabe "Neues Österreich" - © Wiener Zeitung
Die letzte Ausgabe "Neues Österreich" - © Wiener Zeitung

Das "Neue Österreich" war eine Zeitung mit ganz besonderer Geschichte. Außergewöhnlich waren schon ihre Geburtshelfer. Sie wurde als "Organ der demokratischen Einigung" von den drei sehr gegensätzlichen Gründungsparteien der Zweiten Republik ÖVP, SPÖ und KPÖ ins Leben gerufen.

Sie war die erste Tageszeitung, die bereits vor dem offiziellen Kriegsende erschien. Zu ihren prominenten Herausgebern zählten unter anderem Leopold Figl und Paul Hörbiger. Das Blatt erfreute sich lange Jahre großer Beliebtheit und erreichte Auflagen von bis zu 200.000 Stück.

Aus unterschiedlichen Gründen geriet die Zeitung in den 60er-Jahren in finanzielle Schwierigkeiten. Daran änderte auch der Verkauf an den Verleger Fred Ungart nichts mehr. So erschien am 28. Jänner 1967 die allerletzte Ausgabe. Aus der Redaktion der Zeitung gingen übrigens namhafte Persönlichkeiten wie der spätere Presse-Chefredakteur Thomas Chorherr, Ernst Wimmer, Chefideologe der KPÖ oder die mehrfach ausgezeichnete Journalistin und Autorin Elfriede Hammerl hervor.