Österreichs Schraubenflieger-Pioniere - © ÖNB Anno
Österreichs Schraubenflieger-Pioniere - © ÖNB Anno

Spätestens während des Ersten Weltkriegs hatte man begriffen, welche besondere Bedeutung die damals noch junge Luftfahrt hatte. Dabei kamen gerade auch aus Österreich wie aus Ungarn entscheidende technische Impulse. So berichtete die "Allgemeine Automobilzeitung" am 2. Februar 1919 über ein völlig neuartiges und vielversprechendes Luftfahrzeug, das von österreichischen und ungarischen Ingenieuren entwickelt worden war. Dabei handelte es sich um einen Schraubenflieger, eine Art frühen Hubschrauber.

Im Krieg wurden Fesselballons erfolgreich zu Aufklärungszwecken eingesetzt. Doch aufgrund der Unbeweglichkeit und Verwundbarkeit musste man dabei empfindliche Verluste hinnehmen. So experimentierte der ungarische Physiker und Luftfahrttechniker Theodor von Karman bereits sehr früh mit der Idee eines rotorgetriebenen Senkrechtstarters, der beweglich schweben konnte. Einer seiner Schüler, Stephan von Petroczy war nun überzeugt, mit seiner eigenen Konstruktion den Durchbruch geschafft zu haben.

Die "Wiener Neustädter Österreichische Flugzeugfabriks AG" baute einen Prototypen, mit dem in Folge mehrere vielversprechende Flugversuche gestartet wurden. Doch aufgrund der sich rapide verschlechternden wirtschaftlichen Situation konnte das Projekt in Folge nicht mehr weitergetrieben werden. So endeten frühzeitig die Ambitionen der jungen Republik, als große Luftfahrtnation in die Geschichte einzugehen.