Drei Tage Bürgerkrieg in Wien  - © VGA E3/268
Drei Tage Bürgerkrieg in Wien  - © VGA E3/268

Am 12. Februar 1934 begannen mit der Aushebung eines verbotenen Waffenlagers im Parteiheim der Sozialdemokarten in Linz durch die Polizei die Februarkämpfe. Die Schutzbündler unter ihrem lokalen Kommandanten Richard Bernaschek widersetzten sich und eröffneten das Feuer. Der Aufstand griff schnell auf Wien und andere Industriestädte über. Die Regierung setzte daraufhin das Bundesheer ein, das von Polizei und freiwilligen Heimwehrabteilungen unterstützt wurde. Besonders schwer umkämpft waren in Wien Arbeiterheime und Gemeindebauten. Doch nachdem ein Aufruf zum Generalstreik von der breiten Bevölkerung nicht befolgt wurde brach der Widerstand des verzweifelt kämpfenden Schutzbundes schnell zusammen.

Als drei Tage später die letzten Aufständischen in Wien-Floridsdorf die Waffen streckten, waren mehr als 1600 Tote und Verletzte in ganz Österreich zu beklagen. Die Februarkämpfe waren beendet, der Aufstand des sozialdemokratischen Schutzbundes brutal niedergeschlagen.

Die sozialdemokratische Parteileitung musste flüchten, unter ihnen auch der spätere Bundeskanzler Bruno Kreisky. Sozialdemokratische Arbeiterorganisationen und Gewerkschaften wurden verboten, der Weg zum Ständestaat war frei.