Wiens Kino in Ekstase - © ÖNB
Wiens Kino in Ekstase - © ÖNB

Der 1932 produzierte Kinofilm "Ekstase" wurde seinem Namen in jeder Hinsicht gerecht. Denn der damalige Skandalfilm ließ Kinozuschauer wie Kritiker alles andere als kalt. Schließlich brach die österreichisch-tschechische Produktion mit so ziemlich allen erotischen Tabus ihrer Zeit. So war einerseits eine komplette Nacktszene der Hauptdarstellerin Hedy Kiesler, besser bekannt als Hedy Lamarr zu sehen, andererseits ein Close-Up der Hauptdarstellerin, die unzweideutig einen weiblichen Orgasmus darstellt. Wenig verwunderlich, dass der Film im damaligen Nazi-Deutschland auf Anhieb der strengen Zensur zum Opfer fiel und erst 1935 in einer stark gekürzten und entschärften Fassung unter dem harmloseren Titel "Symphonie der Liebe" gezeigt werden durfte.

In Wien hingegen war man etwas weniger prüde. So wurde der Film am 18.2.1932 uraufgeführt und machte Hedy Kiesler weltberühmt. Die befreite sich übrigens 5 Jahre später aus den Zwängen ihrer Ehe mit dem herrschsüchtigen und eifersüchtigen Wiener Industriellen Fritz Mandl, emigrierte in die USA und startete nicht nur eine unglaublich erfolgreiche Hollywoodkarriere, sondern zeigte auch als geniale Erfinderin, welche Talente in ihr schlummerten.