Völlig losgelöst - der erste österreichische Satellit hebt ab - © APA-Grafik / picturedesk.com
Völlig losgelöst - der erste österreichische Satellit hebt ab - © APA-Grafik / picturedesk.com

Kaum eine internationale Weltraummission kommt heute noch ohne österreichische Technologie aus. Dabei hat es recht lange gedauert, bis der erste Satellit "Made in Austria" erfolgreich ins All startete.

Am 25. Februar 2013 um genau 13:31 Uhr mitteleuropäischer Zeit hob im südindischen Sriharikota im Satish Dahwwan Raumfahrzentrum eine 44 Meter hohe Rakete ab und eröffnete damit das österreichische Weltraumzeitalter. An Bord: zwei kleine Hi-Tech-Würfel mit einer Kantenlänge von gerade einmal 20 cm Länge und einem Gewicht von knapp sieben Kilogramm – die beiden ersten rot-weiß-roten Satelliten TUGSAT-1 und UniBRITE. Nach 20 Minuten Flug erreichte die Rakete die 800 Kilometer Höhe und setze die beiden Austro-Satelliten in ihre Umlaufbahn. Hier begannen die beiden Erdtrabanten auch sogleich ihre wissenschaftliche Arbeit. Zwei Jahre lang untersuchten sie die Lichtintensität von Sternen und Meteoriten. Seitdem ihre Mission beendet ist kreisen die beiden "Austronauten" geschätzt die nächsten 100 Jahre um die Erde, bevor sie irgendwann endgültig verglühen.

Dieser Start blieb nicht ohne Folgen für die österreichische Bürokratie: Da Österreich nun "Startstaat" wurde, musste das Parlament 2011 vorab ein Weltraumgesetzt beschließen, das sämtliche Schadensersatzregulierungen und Registrierungspflichten für Satelliten regelte.