Einen Großen Panda unter seinen Schützlingen zu haben, das ist wohl der Traum eines jeden Zoodirektors. Denn in Europa gibt es die schwarzweißen Publikumslieblinge nur in sechs Zoos zu bewundern. Für den Leiter des Tiergartens Schönbrunn, Helmut Pechlarner, ging dieser Traum am 14. März 2003 gleich doppelt in Erfüllung – und zwar in Gestalt des Panda-Pärchens Yang Yang und Long Hui. Vorausgegangen waren intensive Verhandlungen und langfristige Verträge mit der Volksrepublik China.

Um den beiden Pandas größtmöglichen Komfort zu ermöglichen, wurde die ehemalige Elefantenanlage, in der zwischenzeitlich Mandrills und Meerkatzen herumtollten, in ein modernes und artgerechtes Pandahaus verwandelt. Ob Klima- oder Benebelungsanlage, 135 qm Hausfläche oder 1015 qm Außenfläche – den Bambusbären sollte es in Schönbrunn an nichts fehlen.

Die Mühen zahlten sich aus: Schon 2007 kam der erste Nachwuchs zur Welt, 2010 und 2013 wurden die nächsten beiden Pandas geboren. 2016 dann die Sensation – Panda-Zwillinge! Der Erfolg bestätigte, dass der Zoo Schönbrunn zu Recht als Kooperationspartner für den Schutz dieser bedrohten Tierart ausgewählt wurde.