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Die Geschichte Wiens kann nicht ohne die Geschichte des Wiener Kaffees erzählt werden. Die wiederum, nicht ohne die Geschichte von Georg Franz Kolschitzky. Der Legende nach war er es, der den Kaffee in Wien heimisch gemacht haben soll. Zugleich gilt er auch als der Gründer des ersten Wiener Kaffeehauses im damaligen Schlossergassel, im späteren Haus "Zur blauen Flasche".

Geschichtlich einwandfrei belegt ist Kolschitzkys Rolle bei der Zweiten Türkenbelagerung Wiens 1683. Als geheimer Kurier zwischen der belagerten Stadt und dem kaiserlichen Heer wurde er über Landesgrenzen hinaus berühmt. Dies brachte ihm den Titel "Kaiserlicher türkischer Hofkurier" ein.

Ihm zu Ehren wurde von einem Kaffeehausbesitzer 1865 ein lebensgroßes, aus Erz gegossenes Denkmal auf der Wieden, Ecke Favoritenstraße und Kolschitzkygasse, gestiftet. Währen des Zweiten Weltkrieges in Mitleidenschaft gezogen, konnte es am 26. März 1956 wieder der Öffentlichkeit übergeben werden.