"Wo du gebraucht wirst, da bleibe stehen." Diesen Spruch von Hermann Hesse hat sich die am 2. April 1941 geborene Hildegund Piza-Katzer Zeit ihres Lebens zu Herzen genommen.

Die gebürtige Steirerin war nicht nur die erste Ordinaria für plastische Chirurgie im deutschsprachigen Raum. Sie hat auch medizinische Maßstäbe gesetzt, die weit über Österreich hinaus gelten: In einem 17-stündigen OP-Marathon transplantierte sie erstmals im Jahr 2000 zusammen mit einem Ärzteteam der Universitätsklinik Innsbruck einem Bombenopfer zwei fremde Hände. In der Fachwelt steht der Name Piza-Katzer seitdem für Medizingeschichte.

Obwohl sie 2008 in die wohlverdiente Pension ging, ist die Ausnahme-Chirurgin getreu ihrem Leitspruch auch heute noch aktiv: Zum einen behandelt sie in Bad Ischl unentgeltlich Kinderhände mit Fehlbildungen, zum anderen nimmt sie in ihrer Wiener Privatordination Schönheitsoperationen vor. Gebraucht wird sie eben noch überall.