Griaß eich die Madln, servas die Buam! 
- © ÖNB

Griaß eich die Madln, servas die Buam!

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Am 9. April 1986 trat ein Mann von der Bühne des Lebens ab, der die österreichische Radio- und Fernsehgeschichte geprägt hat wie kein zweiter: Heinz Conrads starb im Alter von 73 an den Folgen eines Herzinfarkts in Wien. Er war Kabarettist, Schauspieler, Komiker, Conferencier und Wienerlied-Interpret. Vor allem aber war er eines – ein bis heute unerreichter Publikumsliebling.
1913 unter ärmlichen Verhältnissen in Wien geboren, galt seine ganze Liebe schon in frühester Jugend dem Theater und der Musik. Aufgrund einer schweren Kriegsverletzung nach Wien versetzt, reüssierte er hier schnell als Conferencier auf bunten Abenden.
Sein großer Durchbruch kam dann 1946, als er mit der sonntäglichen Rundfunk-Sendung "Was machen wir am Sonntag, wenn es schön ist?" begann. Die Sendung (später umbenannt in "Was gibt es Neues?") lief bis 1978 und war die am längsten ausgestrahlte Sendung der Welt.
Als Mitte der 50er-Jahre das Fernsehen in Österreichs Wohnzimmern Einzug hielt, war natürlich auch Heinz Conrads mit dabei: Seine Begrüßungsworte "Guten Abend die Damen, guten Abend die Herren, griaß eich die Madln, servas die Buam!" haben sich in das kollektive Gedächtnis Österreichs eingebrannt.
Neben seinen zahlreichen Radio-und TV-Auftritten glänzte der Paradewiener auch in über 30 Spielfilmen, im Theater in der Josefstadt oder an der Wiener Staatsoper. Und natürlich als Interpret von Wienerliedern. Mit seinen markigen Interpretationen wird er seinen Fans wohl für immer unvergesslich bleiben.