Wie die Vorarlberger Allee zu ihrem Namen kam - © Privatbild
Wie die Vorarlberger Allee zu ihrem Namen kam - © Privatbild

Einen alten Baum verpflanzt man nicht, heißt es im Volksmund. 150 junge Bäume in den Süden Wiens zu verpflanzen dagegen war im Jahr 1985 kein so großes Problem. Zumindest nicht für Siegfried "Siggi" Hämmerle aus Lustenau.
Bei den Bregenzer Festspielen traf er zufällig auf Wiens damaligen Bürgermeister Helmut Zilk. Nach kurzem Smalltalk machte er ihm ein einmaliges Angebot, das dieser einfach nicht abschlagen konnte: Für die Benennung einer Straße in "Vorarlberger Allee" wollte er im Gegenzug 150 Vorarlberger Lindenbäume zwecks Bepflanzung spendieren.
Zwei Tage später meldete sich im Auftrag von Zilk das Wiener Stadtgartenamt bei Hämmerle mit der Nachricht, eine passende Örtlichkeit gefunden zu haben – eine bislang namenlose Straße im Süden Wiens direkt an der Grenze zu Vösendorf. Siggi Hämmerle hielt Wort und so kam es, dass Wiens Stadtpläne seitdem um eine "Vorarlberger Allee" reicher sind.