1,3 Millionen gegen 3,5 Milliarden - © ÖNB
1,3 Millionen gegen 3,5 Milliarden - © ÖNB

Wien ohne das Kongresszentrum bei der UNO-City – das kann man sich heute kaum vorstellen. Doch um das heutige "Austria Center Vienna" gab es heftige politische Auseinandersetzungen. Das vom damaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky initiierte Projekt stieß auf massive Ablehnung der ÖVP. Sie startete dagegen 1982 sogar ein Volksbegehren, das von 1.361.562 wahlberechtigten Österreichern unterschrieben wurde – die größte Beteiligung an einem Volksbegehren in der Zweiten Republik. Bei seiner späteren Eröffnung saß der damalige ÖVP-Obmann Alois Mock als stolzer Außenminister dennoch in der ersten Reihe.

Kreisky störte der Widerstand nicht, das Konferenzzentrum wurde gebaut. Nach einer Bauzeit von knapp fünf Jahren erfolgte am 22. April 1987 die feierliche Eröffnung des 3,5 Milliarden teuren Projektes.

Heute bietet Österreichs größtes Konferenzzentrum auf fünf Etagen und einer Nettogeschoßfläche von ca. 90.000 m² gleichzeitig Platz für bis zu 20.000 Personen. In den 17 Konferenzsälen, 180 Büros und Besprechungsräumen finden das ganze Jahr hindurch Events, Messen und Konferenzen statt.