Rein oder nicht rein, das ist hier die Frage - © ÖNB
Rein oder nicht rein, das ist hier die Frage - © ÖNB

Seit Gründung des "Max Reinhardt-Seminars" gibt es jedes Jahr einen enormen Andrang um die wenigen Ausbildungsplätze. Das war schon im Jahr 1929 so, als das damals noch "Schauspiel und Regieschule der Fachhochschule für Musik und darstellende Kunst" genannte Institut seinen Lehrbetrieb im Schloss Schönbrunn aufnahm. Eine allumfassende Gesamtausbildung wollte man vermitteln, vom Schauspielen über Theatergeschichte bis zum Regieführen und gar dem Bühnenfechten. Mit Erfolg, das Seminar wurde schnell bekannt. Selbst aus dem fernen Japan reisten Gasthörer an, um von Koryphäen wie Otto Preminger oder Max Reinhardt zu lernen.
Das Institut erlebte in seiner bewegten Geschichte mehrere Umbenennungen, bis es schließlich 1945 bei der Wiedereröffnung im Palais Cumberland auf "Max Reinhardt-Seminar" getauft wurde.

Heute bietet das Seminar ein vierjähriges Studium, das von ca. 40 Lehrenden geleitet wird, darunter berühmte Schauspieler und Regisseure. Bis zu 800 junge Talente bewerben sich jährlich, am Ende werden ganze 12 pro Jahrgang genommen. Und wenn auch nicht aus jedem ein Christoph Waltz, ein Klaus Maria Brandauer oder eine Christiane Hörbiger wird, um nur ein paar der erfolgreichsten Absolventen zu nennen, dass "Max Reinhardt-Seminar" ist auf jeden Fall ein perfektes Sprungbrett auf die Bretter, die die Welt bedeuten.