Ein Professor lässt tief blicken - © ÖNB
Ein Professor lässt tief blicken - © ÖNB

Er gilt als einer der international angesehensten österreichischen Ärzte des 20. Jahrhunderts. Als Vater der "Neuen Wiener Medizinischen Schule", als "Arzt der Könige" gar. Keine Frage, Österreich hat Karl Fellinger viel zu verdanken. Von den Nazis mit Berufsverbot belegt, übernahm er gleich nach dem Krieg die medizinische Abteilung der Universitätsklinik als Ordinarius und Vorstand. Innerhalb kürzester Zeit und unter denkbar schweren Bedingungen gelang es ihm, das Institut zu modernisieren. Unter seiner Federführung wurde nicht nur ein Dialysezentrum und eine Computerstation errichtet, am 24. April 1952 nahm das "Allgemeine Krankenhaus" in Wien auch das erste Elektronenmikroskop der Welt in Betrieb.

Dank Karl Fellinger konnte Wien an seine große medizinische Tradition anknüpfen und sich wieder zu einer international angesehenen Hochburg der Medizin entwickeln. Wovon wir alle auch noch heute profitieren.