"Am gleichmäßigsten fährt man mit Vollgas" - © Christian Krackowizer
"Am gleichmäßigsten fährt man mit Vollgas" - © Christian Krackowizer

Wenn in Österreich die Rede auf historische Motorräder kommt, dann darf ein Namen nicht fehlen: Helmut Krackowizer, der Mann, den sie auch "Mister Rudge" nannten. Am 29. April 1922 geboren wurde er schon als Neunjähriger beim Gaisbergrennen mit dem Motorrad-Virus infiziert. Eine Leidenschaft, die ihn sein ganzes Leben nicht mehr loslassen sollte.

Mit 17 saß er bereits im Sattel einer NSU 250 OSL, dann einer Norton "International" 500, bis er sich schließlich 1939 das Geld für eine Rennmaschine zusammengespart hatte, eine englische 250er Rudge. 1946 fuhr er damit sein erstes Rennen. Es war der Beginn einer bis 1955 dauernden Rennfahrerkarriere. Daneben schrieb Krackowizer für Zeitungen - natürlich über Motorräder -, betätigte sich bei Rennen als Platzsprecher, zeichnete historische Maschinen und schrieb zahlreiche Bücher über die Geschichte der Motorräder, der großen Rennen und ihrer Helden.

Er war eine international anerkannte Koryphäe auf dem Gebiet historischer Motorräder, sammelte selbst und gründete 1967 den ersten Motor-Veteranen Club in Österreich. Zudem war er Mitglied beim Rudge-Club in England, dessen einziger nicht-englischer Präsident er einmal war. Bis kurz vor seinem Tod führte er stolz das Autokennzeichen "S-Rudge 1", in Gedenken an seine erste große Liebe.