U-Bahn mit Welt-Architektur-Erbe - © Wiener Linien
U-Bahn mit Welt-Architektur-Erbe - © Wiener Linien

Ihre Stadt ohne U-Bahn – das können sich die meisten Wienerinnen und Wiener heute kaum noch vorstellen. Dennoch dauert es von den ersten Plänen bis zur Eröffnung einer U-Bahnstation in Wien über 80 Jahre.
Während andere europäische Metropolen bereits um die Jahrhundertwende "die Unterwelt" für sich entdeckt hatten, entschied man sich in Wien, lieber eine Stadtbahn mit Dampfbetrieb zu bauen. Otto Wagners Stationen schrieben dabei Architekturgeschichte und wurden später in die heutige U-Bahn integriert.

Als nach dem Ersten Weltkrieg Wiens Bevölkerung immer stärker anstieg, steckte man alles Geld in den Wohnungsbau. Die Zerstörungen und der Wiederaufbau Wiens nach dem Zweiten Weltkrieg taten ihr übriges. So hatte die Stadt Wien erst im Jahr 1968 die nötigen Geldmittel für ein U-Bahnnetz zur Verfügung.

Bürgermeister Bruno Marek fiel die Ehre zu, den Startschuss für den Bau der Linien U1, U2 und U4 zu geben. Am 8. Mail 1976 ging die U4 als Wiens erste U-Bahnlinie in den Probebetrieb, und zwar auf den ehemaligen Stadtbahngleisen zwischen Heiligenstadt und Friedensbrücke. Knapp zwei Jahre später konnte die erste Neubaustrecke zwischen Karlsplatz und Reumannplatz eröffnet werden. Bis heute wurden mehr als 84 Kilometer und 101 Stationen gebaut. Und der U-Bahn-Bau geht weiter: Ab 2024 soll die U5 zwischen Frankhplatz und Karlsplatz unterwegs sein.