Wien macht Ferdinand Lassalle den Hof - © Peter Gugerell / Wikimedia
Wien macht Ferdinand Lassalle den Hof - © Peter Gugerell / Wikimedia

Eine helle, trockene Wohnung mit Wasseranschluss und eigenem WC – für uns heute eine Selbstverständlichkeit. In den Bassena-Wohnungen der Wiener Mietskasernen Anfang der 20er-Jahre war dies noch die absolute Ausnahme. Um der Bevölkerung der Stadt menschenwürdigere Unterkünfte zu schaffen, startete das "Rote Wien" deshalb ein umfangreiches Bauprogramm.
So entstanden in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen in kommunalen Wohnbauten, 19 davon alleine im 2. Bezirk. Eine der größten davon ist der Lassalle-Hof, benannt nach dem Mitbegründer der Deutschen Arbeiterbewegung, Ferdinand Lassalle.
Am 12. Mai 1924 war Baubeginn, am 3. Oktober 1926 schon konnte der Wiener Bürgermeister Karl Seitz den 290 Wohnungen umfassenden Lassalle-Hof eröffnen. Neben den zahlreichen Wohnungen verfügte das Gebäude damals auch über 14 Geschäftslokale, einen Kindergarten, eine Mutterberatungsstelle, eine Bibliothek sowie ein Fotoatelier.

Auch heute ist der Lassalle-Hof bei seinen Mietern noch genauso beliebt wie zu seiner Eröffnung – er steht mittlerweile sogar unter Denkmalschutz.