Heimvorteil mit vielen Baupannen für Rapid - © WStLA
Heimvorteil mit vielen Baupannen für Rapid - © WStLA

Bis Mitte der 70er-Jahre trug der SK Rapid seine Heimspiele noch auf der Pfarrwiese in Hütteldorf aus, einem traditionsreichen Fußballplatz mit schönen alten Holztribünen. Nach 66 Jahren war es dann aber an der Zeit für eine neue Spielstätte. So wurde im Juni 1971 mit dem Bau des Weststadions begonnen. Geplant wurde dieses vom Ex-Rapidler Architekt Gerhard Hanappi. Nach ihm wurde das Stadion 1981 auch benannt. In Anlehnung an das Motto "Rapid ist unsere Religion" wurde es von den Fans auch liebevoll "Sankt Hanappi" genannt.
Die Fertigstellung verzögerte sich gleich um mehrere Jahre. Bis zum 10. Mai 1977 sollte es dauern, bis das erste Bundesliga-Spiel ausgetragen werden konnte. Rapid gewann dabei übrigens 1:0 gegen die Austria. Da die Bauarbeiten aber immer noch nicht abgeschlossen waren, fand die offizielle Eröffnung erst am 14. September statt. Der Verein Rapid ließ sich nicht lumpen und fuhr zum UEFA-Spiel gegen Bratislava ein prächtiges Feuerwerk sowie eine Militärkapelle als musikalische Untermalung auf. Schon bald musste das Stadion wegen schwerer Baumängel mit Betrugsverdacht für eine komplette Saison zur Sanierung der Mängel wieder geschlossen werden.