Heute vor 16 Jahren, am 21. Mai 2002, setzte die pensionierte Sozialarbeiterin Ute Bock in Wien einen wichtigen Schritt: Sie gründete den Verein "Ute Bock Verein – Wohn- und Integrationsprojekt". Der Verein sollte geflüchteten Menschen helfen; ihnen Wohnung, Essen, das Notwendigste für einen neuen Start in einem fremden Land geben. Die Empörung über eine Gesellschaft und eine Bürokratie, die hilfsbedürftigen Menschen Hilfe verweigert, hat die Arbeit von Ute Bock bis zu ihrem Tod begleitet: "Die verweigern denen die passende Wohnung und schalten einfach auf stur. Ist das nicht reine Schikane?", fragte sie etwa in ihrer Kolumne im Menschenrechtsmagazin "MO", als einer Familie wegen einer Vorschrift eine Wohnung verweigert wurde. Der Verein heißt heute "Flüchtlingsprojekt Ute Bock" und hat seine Gründerin überlebt. Ute Bock verstarb am 19. Januar 2017.