Romy Schneider stirbt in Paris - © ÖNB
Romy Schneider stirbt in Paris - © ÖNB

Romy Schneider wurde nur 43 Jahre alt. Am 29. Mai 1982 starb die große Schauspspielerin an Herzversagen in Paris. Ihre letzten Jahre waren geprägt von gescheiterten Ehen, Alkohol- und Tablettensucht und vom Tod ihres Sohnes David 1981. In Romy Schneiders letztem Film, "Die Spaziergängerin von Sans-Souci" hätten beide erstmals gemeinsam vor der Kamera stehen und Mutter und Sohn verkörpern sollen: Romy Schneider als Elsa Wiener und David als Max Baumstein. Dazu kam es nicht mehr. David verunglückte und starb im Alter von nur 14 Jahren.

Romy Schneider wurde die Schauspielerei gleichsam in die Wiege gelegt: Sie wurde 1938 in Wien in eine Schauspieldynastie hineingeboren. Ihr Vater war der Schauspieler Wolf Albach-Retty, ihre Mutter die Schauspielerin Magda Schneider. Gemeinsam mit ihr stand Romy Schneider das erste Mal vor der Kamera: "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" (1953). Die Sissi-Trilogie (1955 bis 1958) machte Romy Schneider weltweit berühmt und schuf ein Image, das an ihr "klebte wie Grießbrei", wie sie selbst einmal sagte. Sie erfand sich als Schauspielerin neu, indem sie den Schritt nach Frankreich wagte, um mit Alain Delon "Der Swimmingpool" zu drehen. Es folgen eher dunkle, ernste Filmrollen. Das Sisi-Image versuchte Romy Schneider endgültig los zu werden, als sie 1972 noch einmal die Kaiserin verkörperte und zwar diesmal als schwermütige Elisabeth in Luchino Viscontis "Ludwig II".

Es folgten Filme wie "Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen" von Claude Charbol oder "Eine einfache Geschichte" von Claude Sautet. Für diesen Film erhielt sie 1979 ein zweites Mal den César, nach jenem für "Nachtblende" 1976. Insgesamt vier Mal war sie als beste Hauptdarstellerin für diesen Filmpreis Frankreichs nominiert. Das deutsche Fernsehen wusste da nur wenig mit Romy Schneider anzufangen. Der "Bambi" würdigte ausschließlich ihre Sisi-Darstellungen. Am 29. Mai jährt sich Romy Schneiders Todestag zum 36. Mal. Soeben ist von Emily Atef ein Film über sie in die Kinos gekommen: "3 Tage in Quiberon".